Unsere Motivation

 

Lebergesundheit fördern, Hepatitis B und C erkennen und behandeln.

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Lebergesundheit fördern, Hepatitis B und C erkennen und behandeln.

Warum wir eine Initiative pro Leber brauchen

 

Lebererkrankungen werden in ihrer Tragweite oft unterschätzt, Fakt ist jedoch:

  • In Deutschland leiden schätzungsweise fünf Millionen Menschen an einer Lebererkrankung.1,2
  • Lebererkrankungen können mit signifikanter Morbidität und Mortalität einhergehen, und nirgends auf der Welt ist die leberbedingte Krankheitslast so hoch wie in Europa.3
  • Ursachen der leberbedingten Sterblichkeit sind in Deutschland vor allem Alkoholmissbrauch und Leberzellkrebs, daneben auch Virushepatitiden, die zugleich eine häufige Ursache für chronische Lebererkrankung, Zirrhose und Leberzellkrebs sind.3
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Bedeutung viraler Hepatitiden als globale Gesundheitsbedrohung unterstrichen und eine Strategie zu deren Bekämpfung herausgegeben.4

Schwerpunkte Hepatitis B und C

 

Während etwa Alkohol, Übergewicht und Diabetes als Risikofaktor für Lebererkrankungen weithin bekannt sind, sieht die Initiative pro Leber großen Nachholbedarf bei der Aufklärung zu viralen Hepatitiden. In Bezug auf eine Chronifizierung mit potenziell schwerwiegenden Verläufen spielt die Hepatitis-A-Virusinfektion keine Rolle,5 die Hepatitis-E-Virusinfektion nur bei Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, wie beispielsweise Patienten, die organtransplantiert sind, die an HIV/AIDS leiden oder die eine Chemotherapie erhalten oder erhalten haben.6 Am häufigsten chronifizieren Infektionen mit den Hepatitis-Viren B, C und D, wobei Letztere eine vorherige Infektion mit HBV voraussetzen.7,8 Die Initiative pro Leber widmet sich verstärkt der HBV- und der HCV-Infektion, denn:

  • Die HBV-Infektion ist relativ häufig und kann bei einer Chronifizierung und hochvirämischen Verläufen erhebliche Leberschäden nach sich ziehen. Es gibt eine effektive Präventionsmöglichkeit in Form der Impfung, die jedoch nicht ausreichend genutzt wird; 9 darüber hinaus sind wirksame und verträgliche Optionen zur Kontrolle der chronischen Infektion verfügbar, sodass sich das Risiko für Spätschäden und eine Übertragung der Viren auf nicht infizierte Personen potenziell senken lässt.
  • Die Hepatitis-C-Virusinfektion hat die höchste Chronifizierungstendenz unter den viralen Hepatitiden.10 Sie kann mit den neuen direkt antiviralen Arzneimitteln in nahezu allen Fällen auf gut verträgliche Weise geheilt werden.11 Allerdings ist trotz einer hohen Anzahl nicht diagnostizierter HCV-infizierter Menschen12 die Diagnoserate in Deutschland gleichbleibend niedrig, die Therapierate war zuletzt sogar rückläufig.13

Schlüsselrolle für Haus- und Fachärzte

 

Insbesondere Hausärzte und Allgemeinmediziner, Suchtmediziner, Gastroenterologen und Infektiologen haben es in der Hand, das Potenzial dieser Optionen auszuschöpfen. Sie können helfen, die Impfquote bei der HBV-Impfung zu erhöhen, Patienten mit nicht erkannter chronischer HBV- oder HCV-Infektion zu entdecken und dadurch deren Chance auf Krankheitskontrolle beziehungsweise Heilung zu wahren. Gleichzeitig würden diese Maßnahmen der gesamten Gesellschaft dienen, indem sie die Eindämmung der HBV- und HCV-Infektionen unterstützen und so das Ansteckungsrisiko für jeden einzelnen senken. Wir von der Initiative pro Leber möchten unsere ärztlichen Kolleginnen und Kollegen dabei bestmöglich unterstützen.

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